• unterIrdisch Podcast

    unterUns im wissenschaftlichen Nachwuchs – Teil 2

    Für Teil 2 unserer Doppelfolge haben wir erneut Theresa Rafflenbeul und Lucas Latzel zu Gast. Die beiden Nachwuchswissenschaftler:innen berichten uns heute von ihren Dissertationsvorhaben. Gemeinsam mit Dominic sinnieren sie darüber, dass man zu Beginn immer zu groß plant und dann Abstriche machen muss. Sehen darin aber einen Vorteil, da sie sich so letztlich auf das Essenzielle konzentrieren können.

    Wir lernen, was uns Baudekor verraten kann, was eine Clusteranalyse ist und warum manchmal das Hinterland ganz wichtig ist, um Stadtgründungen in der Antike zu verstehen. Der letzte Abschnitt dreht sich darum, wie es ist „dort zu arbeiten, wo andere Urlaub machen“. Also seid gespannt und hört rein in Teil 2.

    unterUns – Erste Grabungserfahrungen

    unterIrdisch darf dieses Mal Jacqueline Gödde als Gast begrüßen. Die Gelsenkirchenerin ist aktuell Studentin der Archäologischen Wissenschaften und der Linguistik an der Ruhr-Universität und konnte 2020 ihre ersten Erfahrungen auf Lehrgrabungen sammeln. 

    Wir sprechen über die Bedeutung von Grabungserfahrungen und wie viel leichter einem hinterher das Studium der Fachliteratur fällt.
    Außerdem gibt es Einblicke in die Ängste und Sorgen, die Jacqueline und Dominic vor ihren ersten Grabungen hatten und warum diese ganz schnell verflogen sind. Außerdem sprechen wir über die Erfahrungen als Städter auf dem nicht ganz so „platten“ Land, das Glück, 2020 auf Ausgrabung fahren zu dürfen, was das für Forschungsprojekte sind, bei denen Jacqueline mitarbeiten durfte und wie ihr Grabungsalltag aussah. Warum putzen Archäologen Matsch? Welche Kelle ist die beste? Macht es Spaß im Regen zu arbeiten? (Spoiler: Ja!)

    Und uns fällt auf: Archäologen essen nicht nur sehr gerne und viel, sie können auch meist ganz gut kochen…

    unterFreunden in Bochum – Teil 2

    In der zweiten Folge mit Prof. Dr. Constance von Rüden sprechen Dominic und Kevin über eines der wohl bekanntesten archäologischen Monumente weltweit: Stonehenge.

    Dabei stellen sie die archäologischen Grabungen und Theorien jedoch hinten an und diskutieren stattdessen über die Bedeutungen, die populäre Archäologieschlaglichter für uns alle haben. Ob wir mit einem wissenschaftlichen Interesse davorstehen, einer religiösen Neugier oder bloßer Faszination: Die Bandbreite an Gefühlen erscheint riesig, die Menschen einem archäologischen Denkmal entgegenbringen können – gerade, wenn es fest mit der eigenen Welt verwurzelt ist. Was kann es bedeuten, wenn ein Monument aus dem Alltag der Menschen entfernt wird?

    Im Fall Stonehenge erscheint diese Frage aktueller denn je. Denn durch den kürzlich beschlossenen Bau eines Straßentunnels, der die im unmittelbaren Umland verlaufende Fernverkehrsstraße A303 unter die Erde legen soll, geschieht genau dies. Obwohl die britische Fach- und Nachrichtenwelt in den letzten Monaten viel darüber berichtete und teils kontrovers darüber streitet, findet man dazu in der deutschsprachigen Medienlandschaft wenig. Völlig zu Unrecht, wie wir finden!

    Wenn Ihr wissen wollt, was rund um Stonehenge herum geschehen soll, wie wir den Steinkreis selbst erlebten und warum wir der Ansicht sind, dass der Besuch von archäologischen Orten und Funden nicht von der Größe der Geldbörse abhängen sollte, dann hört Euch unbedingt diese Folge an!

    unterFreunden in Bochum – Teil 1

    In der heutigen Folge hat unterIrdisch Prof. Dr. Constance von Rüden zu Gast. Im Gespräch mit Kevin und Dominic tauschen die drei Erfahrungen und Gedanken zum Archäologiebild der breiteren Öffentlichkeit aus. Die Bochumer Professorin, die sich auf die Archäologie des stein- und bronzezeitlichen Mittelmeerraums spezialisiert hat, beschäftigt sich seit einigen Jahren verstärkt mit dem Phänomen der sog. Community Archaeology, bei der die Archäologie nicht an der Gesellschaft vorbei geschehen soll.

    Wie reagierten unsere Freunde und Verwandte, als wir anfingen Archäologie zu studieren? Gleich zu Beginn dieser Folge bieten wir euch einen Eindruck davon und sprechen darüber, wie wir schon früh ein Interesse für dieses Fach entwickelten. (Spoiler!: Unsere Eltern waren nicht ganz unschuldig.)

    Danach dreht sich dann alles um Öffentlichkeit und die Rolle der Medien in der Darstellung archäologischen Wissens. Denn, ohne dass sich jemand für das Fach interessiert, stünden wir am Ende mit leeren Händen dar. Doch was genau begründet ein solches Interesse? Was bedeutet es, die Öffentlichkeit in archäologische Projekte einzubeziehen, und wo liegen die Gefahren, wenn wir hier von ‚Identität‘ und ‚Heimat‘ sprechen? Wo wird aus verkürzter Darstellung zu Unterhaltungszwecken eine gefährliche Verzerrung der Vergangenheit? 

    Solchen und noch weiteren Fragen stellten wir uns im aktuellen Podcast. Dabei kommen die Drei nicht immer zu einer klaren Antwort, also schreibt uns eure Meinung in die Kommentare oder bei Twitter und Instagram!

    unterFreunden in Frankfurt

    unterIrdisch war zu Gast bei Dr. Natascha Bagherpour Kashani, die als Kustodin für Klassische Archäologie und den Alten Orient im Archäologischen Museum Frankfurt tätig ist.

    Unsere Gastgeberin ist seit vielen Jahren archäologisch tätig und hat schon früh in ihrer Karriere einen Schwerpunkt auf ein nicht nur aus fachwissenschaftlicher Perspektive faszinierendes Land gelegt: Iran. Sie erzählt, wie sie zur Archäologie und zur Arbeit in Iran kam.

    Wir sprechen außerdem über die archäologischen Forschungen in Iran, insbesondere über das Salzbergwerk von Chehrabad in der nordwestiranischen Provinz Zanjan. Dieses Salzbergwerk ist ein ganz besonderer Fundplatz: hier fanden Archäolog:innen menschliche Überreste von Bergleuten, die dort vor 2500 und 1500 Jahren bei Grubenunglücken zu Tode kamen. Die Forschung an diesen Salzmännern von Zanjan – den einzigen weltweit bis heute erhaltenen Salzmumien – gestattet uns umfangreiche Einblicke in vergangene Lebenswirklichkeiten.

    Doch wie organisiert man eine Grabung in Iran? Welche Vorbereitungen müssen in Deutschland erfolgen, wie ist der Ablauf vor Grabungsbeginn in Iran? Welche Chancen und Möglichkeiten bieten sich in diesem Land, die hierzulande unvorstellbar wären? Garniert mit einigen Anekdoten beleuchten wir all diese Fragen.

    Die kommende Sonderausstellung „Tod im Salz. Eine archäologische Ermittlung in Persien“ thematisieren wir ebenfalls. Was macht die Ausstellung besonders? Was sind persönliche Highlights unserer Gesprächsteilnehmer:innen? Wie kam es überhaupt dazu, dass die Sonderausstellung realisiert werden kann? Und wo liegen die ganz individuellen Herausforderungen bei der Umsetzung eines solchen Projekts in der aktuellen Lage?

    Wer mehr über die Salzmänner von Zanjan, ihre Lebenswelt und die Forschung rund um das Salzbergwerk von Chehrābād erfahren will, kann uns auch auf Instagram (@unterirdis.ch), Twitter (@unterirdis_ch) und unserem Science Blog https://unterirdis.ch folgen.